Vom aktiven zum passiven Yoga

Schon während meiner Grundausbildung zur Yogalehrerin bemerkte ich, wie schön es ist, nicht nur Yoga anzuleiten, sondern auch im Körperkontakt mit anderen zu arbeiten. In einer kurzen Sequenz durften wir den Körper des Gegenübers im Liegen positionieren – und schon entstand ein kleiner Funke, der lange darauf wartete, weiter entfacht zu werden.

Erst nach Indien – total überfordert mit allem, was sich zeigte, scheinbar kraft- und energielos und auf der Suche nach Orientierung – erreichte mich der Ruf von Martina, und ich begab mich in die Thai-Yoga-Ausbildung. Einerseits mit dem Ziel, danach Thai Yoga anzubieten, andererseits vor allem aus der Intention heraus, mir selbst etwas Gutes zu tun, neue Kraft zu tanken und hoffentlich weiterzukommen – ließ ich mich auf diese magischen Tage ein.

Ich denke heute noch, dass ich das Erlebte als Gebende, aber vor allem als Empfängerin, kaum in Worte fassen kann. Ich durfte erfahren, wie unglaublich gut es tut, sich vollkommen fallen lassen zu können, wie heilsam die Berührungen sind und mit welcher Leichtigkeit ich damals nach Hause zurückkehrte. Ebenso beeindruckend war es für mich zu spüren, wie wundervoll es ist, anderen dieses unglaubliche Geschenk machen zu dürfen – zu erleben, wie die Energie ins Fließen kommt, wie sich eine vertrauensvolle Verbindung bildet und Zeuge zu sein, wenn Altes losgelassen und Neues integriert wird.

Ich bin unbeschreiblich dankbar, dass ich mein Angebot seit mehr als einem Jahr um Thai-Yoga-Einzelbegleitungen erweitern konnte. Jede einzelne Erfahrung mit den wunderbaren Menschen, die sich in meine Hände begeben haben, war ein unglaubliches Geschenk, und ich freue mich schon heute auf all die weiteren wundervollen Begegnungen. Jede Thai-Yoga-Behandlung bereichert nicht nur meine Yoginis, sondern auch mich auf ganz besondere, magische Weise.

Ich habe meinen Yoga-Weg gefunden und freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich ihn tief aus meinem Herzen heraus erweitern kann.

Namaste