Vom Schwangerenyoga und Papa-Mama Schwangerenyoga

Bislang nur kurz erwähnt, aber ein ganz wichtiger Punkt in meinem Yogadasein – meine Ausbildung für Yoga in der Schwangerschaft. Diese Ausbildung folgte direkt im Anschluss an meine Indienreise.
Obwohl ich schon zuvor Interesse daran hatte, war es eine glückliche Fügung: In Indien lernte ich Gabi kennen, und es war schnell klar: Wenn ich eine Ausbildung zur Anleitung von Schwangerenyoga machen möchte, dann bei ihr.
Gesagt, getan – und so saß ich kurz nach meiner Rückkehr von Indien schon im Kurs.

Das Besondere am Schwangerenyoga liegt darin, Frauen in einer ganz besonderen und sensiblen Zeit ihres Lebens intensiv begleiten zu dürfen – ein Privileg!
Die Möglichkeit, bewusst und vorbereitend auf das Kommende einwirken zu dürfen, erfüllt mich mit tiefer Freude und Dankbarkeit.
Wie schön ist es, einen Raum zu schaffen, in dem ungezwungener Austausch möglich ist, in dem Fallenlassen und Loslassen geübt und Entspannung gelebt wird.
Wie schön ist es, einen Nährboden zu schaffen, um werdende Mütter in ihrer künftigen Rolle und in ihrem Vertrauen in die eigene Intuition zu stärken.

Doch was ist eigentlich mit den Vätern? Haben sie nicht auch das Recht, Raum zu bekommen – um ganz bewusst an der Schwangerschaft teilzuhaben? Haben sie nicht auch das Recht auf einen Nährboden, der sie in ihrer zukünftigen Vaterschaft stärkt? Wie viel Augenmerk wird darauf gelegt?

So lieb, dass mich Nadja mit ihrem Wunsch nach einer Papa-Mama-Schwangerenyoga-Einheit darauf aufmerksam gemacht hat.
Zunächst war an eine Gruppeneinheit gedacht, die aber rasch in ein individuelles Angebot umgewandelt wurde.
Es entstand eine liebevolle Möglichkeit, als Eltern gemeinsam in tiefe Entspannung einzutauchen – mobilisierende, dehnende und entlastende Körper- wie auch Atemübungen auszuführen, miteinander zu erleben, wie es ist, den Rücken zu stärken und für den werdenden Vater intensiv in Kontakt mit Mutter und Kind zu kommen.

Wie schön ist das denn …

Leider nehmen sich werdende Väter in den Wochen der Schwangerschaft viel zu selten bewusst Zeit dafür.
Es ist ein Privileg, dieses Wunder – ein Kind in sich heranwachsen zu spüren – als werdende Mutter erleben zu dürfen.
Wie magisch muss es für den Vater sein, daran intensiv teilhaben zu dürfen …

Namaste